Presberg 1970

 

Original Autogrammkarte von Jürgen Neuhaus, erhalten an der Jubiläumsveranstaltung 50 Jahre HMSC.

 

Bei der Jagd am Berg jagten sich die Rekorde

Jürgen Neuhaus beim Taunus-Rennen mit neuem Streckenrekord

Andere Bestzeiten auch bei Touren- und GT-Wagen / Fast unfallfrei

Das X. Jubiläums-Bergrennen des Hesse Motor Sports Club (HMSC) am “Monte Preso” war in zweifacher Hinsicht das bisher schnellste: durch den Wuppertaler Neuhaus gab es einen neuen absoluten Bergrekord mit 1:53,1 Minuten, was einem Durchschnitt von 105 km/h entspricht, durch den Niedersteinbacher Krebs auf BMW 2002 TI in 2:02,2 neuen Tourenwagen Rekord und durch den Plettenberger Bartels auf Porsche 911 T in 2:04,7 neue GT Bestzeit. Gehalten hat nur der Formel-V-Rekord des Ex-Wiesbadeners Rainer Braun, der diesmal nicht am Start war. Aber auch hinsichtlich der Organisation gab es einen bemerkenswerten Rekord: zwei Stunden früher als normal war trotz nicht gerade Idealer Witterungsbedingungen - es regnete beim zweiten Durchgang am Sonntag in Strömen - die Veranstaltung zu Ende. Wesentlichen Anteil daran hatte die glänzende Organisation der Männer um Gerd Kroeber, aber auch die saubere Fahrweise der Teilnehmer, die im zweiten Durchgang nichts mehr riskierten, um nicht unnötig Unfälle zu verursachen. Etwa 7000 Zuschauer erlebten wieder den Kampf um die Punkte zur deutschen Bergmeisterschaft am “Monte Preso”, der witterungsmäsig erneut seinem Ruf treu blieb. Am Samstag sommerliche Temperaturen beim Training, am Sonntagvormittag bedeckter Himmel mit kühlen Temperaturen und dann am Nachmittag Dauerregen. “Ich mache das schon zehn Jahre mit und immer das gleiche”, meinte Gerd Kroeber. “Es ist wie am Nürburgring und man muß dann Volldampf aufmachen, wenn es gilt. Wir haben am Sonntagvormittag die Sache vorausgesehen und den ersten Durchgang schnell über die Bühne gebracht. So gab es drei neue Bergrekorde, und unsere Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Daß im zweiten Durchgang niemand mehr aufdrehte, war nur allzu verständlich. Der Presberg ist trotz des Ausbaues im unteren Teil, der wesentlich zu den schnellen Zeiten beigetragen hat, sehr gefährlich, und ich bin froh, das nach dem Debakel von 1969, als es nur so Blechschäden hagelte, es diesmal ohne nennenswerte Unfälle abging.” Nun, der schnellste am Berg, der Wuppertaler Neuhaus unterstrich auf seinem Porsche 908 erneut, daß er diesen Kurs beherrscht, denn inoffiziel schaffte er am Samstag sagenhafte 1:51,5 (Schnitt 106,2) und erreichte am Sonntag leicht 1:53,1 (104 Stundenkilometer). Gegen ihn hatte der Friedrichsdorfer Seidler auf einem Lola T 70 nie eine Chance, denn er kam erst nach 2:09,3 Minuten über die Ziellinie.
Am heißesten umkämpft war die neue Bestzeit bei den Tourenwagen, denn hier jagten sich gegenseitig der Rekordhalter Schüler aus Mannheim, der Niedersteinbacher Krebs und der Dudweiler Grähser. Über ein halbes Dutzend Fahrer blieb unter Schülers Rekord, den nun Albrecht Krebs mit 2:02,2 (vorher 2:09,2 Minuten) vor Schüler 2:02,3 und Grähser 2:02,4 hält. Auch nicht unangefochten schaffte der Plettenberger Bartels Bestzeit bei den GT-Wagen. Er unterbot den Rekord des Bergmeisters Sepp Greger (2:07,6) mit 2:04,7 klar, hatte dabei aber Glück, daß der Offenbacher Bernd Schebel auf seinem 2,2-Liter-Porsche einen leichten Ausrutscher hatte und mit einer Zehntelsekunde geschlagen wurde. Rainer Brauns Formel-V-Rennwagenrekord wurde nicht angegriffen, denn der Ladenburger Vogel kam als Erster auf Eigenbau nur auf 2:12,3 Minuten.

Von den Fahrern des engeren Umkreises schnitt der Mainzer Sommer auf einem Ford Escort mit einem Sieg bei den Tourenwagen bis 1300 ccm am besten ab. Seine Zeit mit 2:06,7 blieb noch unter der alten Marke von Schüler. Weiterhin gab es eine Reihe guter Plätze für Fahrer aus Wiesbaden und der Umgebung.

Artikel dürfte aus dem Wiesbadener Kurier stammen

 

 

Gerd Kroeber und Team

Eindrücke aus dem Jahr 1970

Am Start Franz Appel auf Ford Shelby mit mächtig Rauch an der Achse!!

 

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